Pflegeeinrichtung St. Elisabeth für Menschen der Phase F und/oder Langzeitbeatmung

Standort: Gesundheitszentrum Neuerburg

Die Pflegeeinrichtung St. Elisabeth für Menschen in der Phase F und/oder Langzeitbeatmung besteht seit August 2007 und hält insgesamt 23 Plätze vor.

Als Phase F ist die Phase der Behandlung und Rehabilitation zu bezeichnen, in der dauerhaft unterstützende, betreuende und/oder zustandserhaltende Maßnahmen erforderlich sind für die Menschen, die nicht mehr selbstständig den Alltag leben können und auf Unterstützung, Betreuung und/oder pflegerische Hilfe angewiesen sind.  

Die Phase F ist geprägt von langfristigen medizinisch-therapeutischen Leistungen.

In der Phase F werden die Menschen behandelt, bei denen in den letzten Monaten der neurologischen Behandlungs- Rehabilitationsphasen B und C kein weiterer funktioneller Gewinn erreicht werden konnte.

Krankheitsbilder sind hierbei beispielhaft COPD, Curshmann-Steinert, Hirnblutungen; es sind Krankheitsbilder, die unter der Begrifflichkeit von Wachkoma (apallisches oder postapallisches Syndrom) bekannt sind und auch beatmungspflichtig sein können.

Ziel bei der Behandlung von Menschen in der Phase F ist die Verbesserung der Teilhabe am sozialen Leben durch das Erreichen einer Verminderung in der Beeinträchtigung bzw. Verhüten einer Verschlimmerung.

 

Unsere Pflegeleistungen

In unseren Pflegebereichen unterstützen engagierte Krankenschwestern und Krankenpfleger die persönliche Lebensintegration der Bewohner. Dabei ist es unser zentrales Anliegen, unseren Bewohnern die Geborgenheit und den angstfreien Raum zu bieten, die Grundlagen für den Erfolg jeder therapeutisch-medizinischen Handlung sind. Für jeden Bewohner wird die Pflege nach seinen Lebenserfahrungen und wechselnden Möglichkeiten individuell geplant und umgesetzt. Zur Erstellung dieses individuellen Pflegeplans helfen uns Orientierungsgespräche mit den Angehörigen ebenso wie der Verlegungsbericht und die eigene fachlich fundierte Beobachtungsgabe. Tägliche Besprechungen von Pflege und den behandelnden Therapeuten passen den Pflegeplan kontinuierlich den jeweiligen Ressourcen jedes Bewohners an. 

Medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung

Die Pflegeeinrichtung St. Elisabeth versteht sich als eine Einrichtung, in der Menschen unterstützende und auch fördernde Betreuung finden, weil sie aufgrund ihrer schweren Erkrankung nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. 

Umfassendes Ziel ist es daher, eine gesundheitliche Verbesserung bis hin zur Wiedererlangung eines selbstbestimmten und selbstständigen Lebens zu erreichen oder aber - Zustands erhaltend - Verschlimmerungen von Erkrankungen zu vermeiden und abzuwenden.

Dazu werden insbesondere folgende Leistungen angeboten: 

  • die Sicherstellung und Durchführung der aktivierenden Grundpflege
  • die Sicherstellung und Durchführung der verordneten Behandlungspflege
  • die soziale Betreuung
  • die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung
  • die Sicherstellung und Koordination der ärztlich verordneten therapeutischen Leistungen und eigene Durchführung sonstiger therapeutischer Leistungen 

  

Die Pflegeeinrichtung St. Elisabeth bietet die Gewähr für die Vernetzung der insgesamt erforderlichen Versorgung in den Bereichen Pflege, Betreuung, Behandlung und Therapie. Dazu wird ein enger Austausch zwischen den beteiligten Ärzten, Therapeuten und Pflegefachkräften sichergestellt.

Die pflegerische Versorgung der Bewohner in der Einrichtung orientiert sich am Prinzip der aktivierenden Pflege. Die Modelle von Monika Krohwinkel mit den 13 Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens bilden die Basis des Pflegealltags.

Für jeden Bewohner wird eine individuelle Pflegeplanung erstellt. In der Pflegeplanung sind auf der Grundlage der Pflegeanamnese vorhandene Probleme und bestehende Ressourcen in Zusammenhang mit der Pflege zu benennen und entsprechende Ziele festzulegen.

Unter Berücksichtigung der pflegerischen Zielsetzungen sowie der vom Arzt verordneten und empfohlenen medizinischen und therapeutischen Leistungen werden dann die notwendigen pflegerischen Maßnahmen individuell beschrieben.

Krankheitsbilder (Zielgruppen)

1. Bei den Menschen mit schweren und schwersten Schädigungen des Nervensystems in der Phase F stehen schwere Einschränkungen oder ein Verlust von Fähigkeiten, Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen, im Vordergrund.

Dazu zählen in erster Linie

  • schwer beeinträchtigte oder fehlende Selbstversorgungsfähigkeit
  • schwer gestörte oder fehlende Mobilität
  • schwer beeinträchtigte oder fehlende Kommunikationsfähigkeit
  • schwere Störungen im Verhalten
  • ggf. Abhängigkeit von lebenserhaltenden Hilfsmitteln wie Beatmungsgeräten.

Diese Fähigkeitsstörungen werden durch eine Kombination folgender Beeinträchtigungen hervorgerufen

  • verschiedene Grade einer Bewusstseinsstörung bis zum „Wachkoma“ (apallisches Syndrom)
  • schwere intellektuell-kognitive und psychische Störungen
  • stark beeinträchtigte bis aufgehobene Wahrnehmung
  • ausgeprägte schlaffe oder spastische Lähmungen
  • Ausfälle der Sensorik
  • Beeinträchtigte oder aufgehobene Sprach- oder Sprechfunktion
  • Schwere Störungen der vegetativen Funktionen (Herz-Kreislauf, Atemfunktion)
  • Schwere Störungen der Schluckfunktion
  • Inkontinenz



2. Bei den Menschen mit Langzeitbeatmung wird die Atemarbeit der Inspirationsmuskulatur durch eine Beatmungsmaschine übernommen.

Als Langzeitbeatmung ist jede Form einer invasiven oder nicht invasiven, kontinuierlichen oder intermittierenden Beatmungstherapie anzusehen, bei der unter Berücksichtigung der Grunderkrankung nicht abzusehen ist, dass eine Entwöhnung von der Beatmung in einem überschaubaren Zeitraum gelingen kann oder eine Entwöhnung von der Beatmung gar nicht möglich ist.

Insbesondere folgende Indikationen können eine länger dauernde Beatmung notwendig machen:

  • Lungenerkrankungen
  • Neuromuskuläre Erkrankungen
  • Unfallfolgen
  • Akutereignisse im Rahmen einer chronischen Erkrankung wie Hirnstamminfakt, spontane intracerebrale Blutungen, hypoxämische Hirnschädigung, Einwirkung von Medikamenten ...
  • Überbrückung bis zu einer Lungentransplantation.

Dabei ist zu unterscheiden zwischen einer Dauerbeatmung bei nicht mehr vorhandener Spontanatmung und einer intermittierenden Beatmung bei noch vorhandener Rest-Spontanatmung sowie die invasive Beatmung, die über einen Tubus nach Intubation bzw. Tracheostomie erfolgt und die nicht invasive Beatmung mit Maske.

Bei den Menschen mit Langzeitbeatmung steht die Abhängigkeit von dem lebenserhaltenden Beatmungsgerät und eine damit einhergehenden Einschränkung, Fähigkeiten, Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen, im Vordergrund.

Dazu zählen in erster Linie folgende Fähigkeitsstörungen

  • beeinträchtigte oder fehlende Selbstversorgungsfähigkeit
  • gestörte oder fehlende Mobilität
  • schwer beeinträchtigte oder fehlende Kommunikationsfähigkeit
  • Störungen im Verhalten, wie bspw. Angstzustände, Unruhezustände

Heimfürsprecher der Pflegeeinrichtung St. Elisabeth

Wilhelm Ahlert
Telefon: 06564 4542
wilhelm.ahlert(at)t-online.de

 

Der Heimfürsprecher ist ein neutraler und unabhängiger Ansprechpartner für Bewohnerinnen bzw. Bewohner der Pflegeeinrichtungen. Es handelt sich hierbei um ein Ehrenamt katholischer Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.

Bei Fragen, Beschwerden, Wünschen und auch Anregungen können Sie sich jederzeit vertrauensvoll an unseren Heimfürsprecher wenden. Er hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Bewohner und deren Angehörige.

Der Heimfürsprecher ist in allen Angelegenheiten der Verschwiegenheit verpflichtet und leitet Ihr Anliegen - Ihr Einverständnis selbstverständlich vorausgesetzt - diskret an die Krankenhausleitung weiter.

Sprechzeiten:
Jeden 2. Mittwoch im Monat von 10.00 bis 11 Uhr im Konferenzraum des Marienheims.
Sonstige Termine nach Absprache unter der Tel.-Nr.: 06561 64 102 (Sekretariat Heimleitung)   

Physiotherapie in der Phase F

Physiotherapie im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patientinnen und Patienten in der Pflegeeinrichtung Phase F St. Elisabeth: 

Bei der Betreuung bzw. Behandlung von Menschen im Wachkoma geht es darum, sie wieder in den Alltag mit einzubeziehen. Sich selbst  „Wahrnehmen“ sowie wahrgenommen zu werden. Bewegungsabläufe wieder zu erlernen, die für uns so natürlich und alltäglich sind, dass wir nicht einmal darüber nachdenken müssen, jedoch notwendig zum Überleben sind.  Wir möchten dem Menschen durch sein aktives Handeln zu mehr Selbständigkeit verhelfen. Dabei wird nicht nur der Patient selbst, sondern auch sein komplettes Umfeld zur Unterstützung mit eingebunden. 

Folgende Therapieformen werden angewendet:
- Krankengymnastik nach Bobath
- Lymphdrainagen
- Fango
- Massagen

 

Kontakt:
Anne Fuchs
Birgit Mayeres
Telefon: 06564 61 162  

Team

Helga Beck

Heimleitung

Telefon:06564/61-102
Telefax:06564/61-103
E-Mail:helga.​beck@​marienhaus.​de

Sabrina Schmitz

Leitende Pflegefachkraft

Telefon:06564 61 200
E-Mail:sabrina.​schmitz@​marienhaus.​de

Kooperationen

Kooperationspartner

Logopädie

Ergotherapie

Pflegeeinrichtung St. Elisabeth für Menschen der Phase F und/oder Langzeitbeatmung

Leitung

Helga Beck

Heimleitung

Telefon:06564/61-102
Telefax:06564/61-103
E-Mail:helga.​beck@​marienhaus.​de

Sabrina Schmitz

Leitende Pflegefachkraft

Telefon:06564 61 200
E-Mail:sabrina.​schmitz@​marienhaus.​de

Sekretariat

Marlene Mayer

Sekretariat Pflegeeinrichtung St. Elisabeth

Telefon:06564 61 102
Telefax:06564 61 103
E-Mail:marlene.​mayer@​marienhaus.​de

nach Vereinbarung

Infomaterial für Patienten

Gesundheitszentrum Neuerburg

Bitburger Str. 17
54673 Neuerburg
Telefon:06564 61-0
Telefax:06564 61-103
Internet:www.marienhaus-klinikum-eifel.dewww.marienhaus-klinikum-eifel.de