Die Bereitschaft zur Organspende muss wachsen

Chefarzt und Transplantationsbeauftragter Arzt, Dr. med. Bernd Heyn, wird für einen Beitrag im SWR zum Thema Organspende interviewt.

Dr. Bernd Heyn, der Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin und Transplantationsbeauftragte des Marienhaus Klinikums Eifel, im Interview mit Fatma Aykut.

12.03.2019

Bitburg. Etwa 9.400 Menschen warten in Deutschland auf ein lebenswichtiges neues Organ. Und auch wenn die Zahl der Organspenden im zurückliegenden Jahr leicht angestiegen ist, so reicht dies bei weitem nicht aus. Warum die Spendenbereitschaft so gering ist und wie der Gesetzgeber dies mit dem neuen Transplantationsgesetz ändern möchte, das war Anfang März Thema in der Landesschau Rheinland-Pfalz. Kompetenter Gesprächspartner in dem Beitrag von Fatma Aykut war Dr. Bernd Heyn. Er ist Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin und Transplantationsbeauftragter des Marienhaus Klinikums Eifel.

 

Dass noch immer viel zu wenige einen Organspendeausweis besitzen, hängt nach Einschätzung von Dr. Heyn nicht zuletzt mit der mangelnden Bereitschaft vieler Menschen zusammen, sich mit dem Thema Sterben und Tod und der Frage auseinanderzusetzen, ob man mit seinen Organen das Leben anderer Menschen retten kann und will. Und dann sei es am behandelnden Arzt, die Angehörigen mit dieser Frage zu konfrontieren. Die befinden sich in einer absoluten Krisensituation und sollen dann eine so weitreichende Entscheidung fällen. – Dass das neue Transplantationsgesetz die Kliniken finanziell unterstützt, damit sich das Personal intensiver um die Betreuung der Angehörigen kümmern kann, ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.

 

Dass es auch in Deutschland zu einem Paradigmenwechsel von der Zustimmungs- zu einer Widerspruchslösung kommt, dass also jeder als potentieller Organspender gilt, sofern er oder sie nicht explizit etwas Anderes verfügt hat, das wird momentan auch unter Fachleuten kontrovers diskutiert. Und Dr. Bernd Heyn ist da eher zurückhaltend, weil er durch ein solches Widerspruchsmodell das Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen gefährdet sieht.

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