In Farbe und Form eingefangene Emotionen

Die Kunsttherapeutin Renata Käpper stellt Bilder, Objekte und Skulptu-ren auf den Fluren der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe aus.

Dr. Franz-Rudolf Jerono, der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshil-fe freut sich über die Ausstellung Vom Zauber und Wandel der Mutter-gefühle mit Kunstwerken von Renata Käpper auf den Fluren der Abtei-lung für Gynäkologie und Geburtshilfe.

08.05.2019

Bitburg. „Die meisten der 44 Ausstellungsobjekte, die derzeit auf den Fluren der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe präsentiert werden, sind entstanden, als ich selbst schwanger war“, sagt Renata Käpper. Ihre beiden Schwangerschaften hätten ihre Gefühlslage stark verändert und diesen besonderen Emotionen habe sie künstlerisch nachgespürt, um ihnen Form und Farbe zu geben, so die Diplom-Kunsttherapeutin. Renata Käpper arbeitet in der Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Marienhaus Klinikums Eifel Bitburg und ist als Malerin und Bildhauerin künstlerisch tätig.

 

Mit ihrer Ausstellung Vom Zauber und Wandel der Muttergefühle macht sie ihre Bilder, Objekte und Skulpturen jetzt anderen Schwangeren zugänglich. „Die Zeit ihrer Schwangerschaft empfindet jede Frau als etwas ganz Besonderes“, so ihre Erfahrung. In ihren Werken spiegeln sich ihre damals empfundenen Hoffnungen, ihre Freude aber auch Sorgen und Ängste wider. Bei vielen Bildern überwiegen Orange- und Rottöne, die Farben, die das Ungeborene im Mutterleib wahrnimmt. Manche Bilder wirken wie eine Farbmeditation. Und immer wieder findet sich auf den Bildern eine Form, die Renata Käpper das geheimnisvolle Wesen nennt. Ein Symbol für das noch unbekannte Kind, das im Bauch heranwächst.

 

Andere Objekte sind Schieferplatten, auf denen sie Holzstückchen, gehäkelte Motive aus Wolle sowie Muscheln und Perlen aufgebracht hat. Gerade Muscheln und Perlen stehen für das Kostbare, Verborgene und sind damit ein weiteres Bild für den heranwachsenden Embryo. Die Schieferobjekte sind aus Renata Käppers Arbeit mit schwangeren Patientinnen in der Tagesklinik entstanden.

 

„Viele Schwangere, die in unserem Haus auf die bevorstehende Geburt ihres Kindes warten, betrachten die Bilder auf unseren Fluren“, so Dr. Franz-Rudolf Jerono. Der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe freut sich über die Ausstellung und bezieht sie auch in die monatlichen Kreißsaalführungen mit ein. Beschriftungen erleichtern das Verständnis der Kunstwerke und öffnen einen Weg „zur persönlichen Wahrnehmung der eigenen Muttergefühle“, so Renata Käpper.

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