Neues Angebot der Patientenschulung Gerinnungs-Selbstmanagement

Marie Weis und Sandra Weiers schulen Patienten, die Marcumar einnehmen müssen

Marie Weis und Sandra Weiers mit den Geräten, die zur eigenständigen Messung der Blutgerinnungswerte genutzt werden.

27.11.2019

Bitburg. Rund 600.000 Menschen sind in Deutschland auf die Einnahme von Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung wie Marcumar angewiesen. Diese Gerinnungshemmer verschreiben Ärzte Patienten, die beispielsweise einen mechanischen Herzklappenersatz oder einen künstlichen Blutgefäßersatz erhalten haben. Aber auch wenn sie unter Gerinnungsstörungen leiden, die zu einer Thrombose und einer lebensgefährlichen Lungenembolie führen können, oder bei ihnen Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern diagnostiziert wurden, erhalten sie diese Medikamente. Marcumar verursacht jedoch eine erhöhte Blutungsneigung, deshalb wird die Einnahme des Medikamentes engmaschig durch den Hausarzt kontrolliert.

 

Jetzt bieten Marie Weis, Gesundheits- und Krankenpflegerin im Herzkatheterlabor, und Sandra Weiers, Fachkrankenschwester für Intensivpflege, Patienten, denen Marcumar verordnet wurde, im Bitburger Krankenhaus Schulungen an. „Darin informieren wir sie über alles, was sie über Marcumar wissen sollten und zeigen ihnen, wie sie ihre Blutgerinnung selbst kontrollieren können“, sagt Marie Weis.

 

Normalerweise lassen Marcumar-Patienten alle vier bis sechs Wochen ihren INR-Wert beim Hausarzt überprüfen. Dieser Wert sagt etwas darüber aus, wie schnell ihr Blut gerinnt. „Wenn er jedoch in so großen Abständen gemessen wird, werden Schwankungen des Wertes in der Regel nicht erfasst“, erklärt Sandra Weiers. Es gebe einige Faktoren, die eine Auswirkung auf die Blutgerinnung haben können. So zum Beispiel Nahrungsmittel wie Sauerkraut, die Vitamin K enthalten. Um die individuelle Reaktion darauf zu ermitteln, sei es gut, den INR-Wert mindestens einmal wöchentlich zu kontrollieren. Liegt er außerhalb des Normbereiches, passen die Patienten die Medikation an. „Dazu erhalten sie von uns alle nötigen Informationen“, so Weiers.

 

Auch wenn die Patienten ihre Blutgerinnung eigenverantwortlich kontrollieren, bleibt der Hausarzt weiterhin ihr Ansprechpartner. Die Kontrollen sind dann jedoch nur noch alle drei Monate notwendig. Sie legen ihm einen Pass vor, in dem sie die Werte eintragen, die sie selbst ermitteln. Vor allem für immobile Patienten ist das eine Erleichterung, denn sie müssen nicht mehr so oft den Arzt aufsuchen. „Wenn es gewünscht wird, schulen wir gerne ihre Angehörigen,“, sagt Marie Weis.

 

Bei vielen Patienten kommt das Angebot, in den Schulungen den Umgang mit Marcumar und das eigenständige Messen der Blutgerinnungswerte zu erlernen sehr gut an. „Wir merken, dass sie sich anschließend viel sicherer mit ihrem Medikament fühlen“, sagen Marie Weis und Sandra Weiers.

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