„Ich bewundere diejenigen, die in der Pflege arbeiten“

MdB Patrick Schnieder besucht das Marienhaus Klinikum Eifel in Bitburg.

Von li.: Anna-Lisa Steinbach (Ansprechpartnerin FSJ u. BFD), Björn Butzen (Seminarleiter Marienhaus Holding GmbH), Anne Schons, Chantalle Hoffmann, MdB Patrick Schnieder, Pflegedirektorin Jenny Marmann, Tiavina Randriamiarintsoa.

19.07.2018

Bitburg. Es war ein Besuch, wie er nicht alle Tage vorkommt. Der Eifeler MdB Patrick Schnieder besuchte das Bitburger Krankenhaus, um mit den FSJlern, den jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, ins Gespräch zu kommen. Initiiert wurde dieses Treffen von der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste in Rheinland-Pfalz, zu der auch die Marienhaus Freiwilligendienste gehört.

 

Pflegedirektorin Jenny Marmann begrüßte MdB Schnieder im Namen des Direktoriums sehr herzlich in der Runde, an der der Ärztl. Direktor Prof. Dr. Christian Blöchle, Björn Butzen, Seminarleiter der Freiwilligendienste am Standort Waldbreitbach, sowie drei FSJlerinnen mit ihrer Ansprechpartnerin Anna-Lisa Steinbach teilnahmen. Im Laufe des Jahres stellt das Marienhaus Klinikum Eifel etwa 10 FSJler ein. „Wir haben damals mit zweien angefangen und die Zahl sukzessive gesteigert“ erklärt Jenny Marmann. „Es ist eine Chance der Berufsorientierung für die jungen Menschen und ein Gewinn für unser Haus, sowohl für die Patienten als auch für das Pflegepersonal“. Denn die Tätigkeiten, die die FSJler machen dürfen, sind vielfältig. Hierzu gehören Blutdruck messen, Essen austeilen, Botendienste vornehmen, Unterstützung bei der Körperpflege von Patienten und einiges mehr. Dabei hat jeder der Freiwilligen einen Mentor auf Station, der die Anleitung übernimmt.

 

In der Vorstellungsrunde erzählen Anne Schons, Chantalle Hoffmann und die Madagassin Tiavina, was sie dazu bewogen hat, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Für Anne Schons war von vornherein klar, dass sie Gesundheits- und Krankenpflegerin werden will. Doch sie war noch zu jung, denn das Eintrittsalter liegt bei 17 Jahren. Jetzt konnte sie die Zeit nutzen, um schon Erfahrung zu sammeln und sieht dies auch als Vorteil, wenn sie im September ihre Ausbildung beginnt. Chantalle Hoffmann wollte eigentlich zuerst eine andere Ausbildung machen und entschied sich für das FSJ als Überbrückung. Sie will jetzt Gesundheits-und Krankenpflegerin werden und fängt ebenfalls im September mit der Ausbildung an. Die dritte im Bunde ist Tiavina Randriamiarintsoa. Sie ist bereits die vierte Madagassin, die im Bitburger Krankenhaus ein FSJ macht, im August kommt die fünfte. Die Sprachbarrieren sind hier nicht so groß, weil auch in Madagaskar deutsch gelehrt wird und die Kenntnisse in Deutschland ausgeweitet werden können. „Die meisten FSJler begeistern sich im Laufe der Zeit für die Pflege und wollen diesen Beruf ergreifen“, erklärt Ansprechpartnerin Anna-Lisa Steinbach. So wird durch das Freiwillige Soziale Jahr auch der spätere Nachwuchs rekrutiert. „Es ist eine schöne Erfahrung, mit den jungen Menschen zusammen zu arbeiten. Wir haben auch als Krankenhaus eine gesellschaftliche Verpflichtung, sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen Perspektiven zu bieten“, betont der Ärztliche Direktor Prof. Blöchle.

 

„In den insgesamt fünf Seminarwochen wächst der Zusammenhalt unter den jungen Menschen, der Austausch über die Arbeit in den Einsatzstellen ist wichtig und es entstehen Freundschaften“ erklärt Björn Butzen von der Marienhaus Holding GmbH. Die FSJler können unterjährig eingestellt werden und müssen mindestens 6 Monate absolvieren, damit das FSJ anerkannt wird. Üblich ist ein Jahr, das man aber auch bis zu 18 Monaten verlängern kann. Hier bietet der große christliche Träger eine ideale Infrastruktur mit seinen diversen Einrichtungen. Die in diesem Zusammenhang vorgebrachten offiziellen Anliegen in Bezug auf strukturelle Anregungen der LAG nimmt MdB Schnieder gerne mit nach Berlin.

 

In einer lockeren Atmosphäre verläuft das Treffen, in dem über die Freiwilligendienste und die damit verbundenen Herausforderungen in der Pflege berichtet wird. Und auch der Bundestagsabgeordnete stellt sich gerne den Fragen der FSJler, die teils beruflicher, teils privater Natur sind. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, eine Woche im Krankenhaus zu arbeiten, ist er eher skeptisch und entgegnet: „Ich bewundere diejenigen, die in der Pflege arbeiten“ und lobt das große Engagement der katholischen Träger auch im Hinblick auf die Freiwilligendienste. Denn es gehe bei den Jugendlichen darum, eine Perspektive zu finden und sich einzubringen – auch wenn man vielleicht mal die Erfahrung macht, dass es nicht das Richtige ist.

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