Weiterbildungsvertrag für Allgemeinärzte unter Dach und Fach

Das Bitburger Krankenhaus kooperiert mit der medicus Eifler Ärzte eG

Sie freuen sich über den Vertragsabschluss: von li.: Der Vorsitzende der medicus Eifler Ärzte eG, Dr. Michael Jager, der Stellv. Kfm. Verbunddirektor Hans Jürgen Krämer, die Krankenhausoberin Katharina Schmitt und der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Christian Blöchle.

28.06.2019

Bitburg. Gerade in der ländlichen Region wird sich der Mangel an Hausärzten in den nächsten Jahren bemerkbar machen. Um dem entgegenzuwirken wurde auf Initiative von Dr. Michael Jager, dem Vorsitzenden der Kreisärzteschaft Bitburg-Prüm und niedergelassenem Arzt, die medicus Eifler Ärzte eG im vergangenen Jahr gegründet. Ziel dieser Genossenschaft ist es, durch ein attraktives Konzept junge Allgemeinmediziner für unsere ländliche Region zu gewinnen.

 

Zur Ausbildung der angehenden Fachärzte für Allgemeinmedizin wurde nun ein Weiterbildungsverbund mit Dr. Michael Jager, dem Koordinator und Verantwortlichen der Hausärzteschaft, und dem Marienhaus Klinikum Eifel in Bitburg gegründet. Unterstützt und koordiniert wird dieser Weiterbildungsverbund von der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. Sie ist die zentrale Anlaufstelle bei Fragen rund um die Weiterbildung zum Hausarzt bzw. Facharzt für Allgemeinmedizin.

 

Der angehende Facharzt für Allgemeinmedizin durchläuft eine fünfjährige Ausbildung, die sowohl die klinische Ausbildung im Krankenhaus als auch die Ausbildung im ambulanten Bereich der Hausarztpraxis beinhaltet. Der Praxiseinsatz im Krankenhaus beträgt insgesamt 36 Monate. Während dieser drei Jahre ist der Arzt in der Regel zwei Jahre in der Inneren Medizin und ein Jahr in der Chirurgie eingesetzt. „Der Einsatz kann aber auch flexibel gestaltet werden“, erklärt der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Blöchle. „Wenn während dieser Zeit ein Einsatz in einer anderen Abteilung, wie beispielsweise auf der Intensivstation oder in der Gynäkologie gewünscht wird, ist das auch möglich“. Die verbleibenden zwei Jahre absolviert der Arzt in Weiterbildung dann in einer Hausarztpraxis. Hier übernimmt Dr. Michael Jager die Koordination. „Es beteiligen sich bereits vier Hausarztpraxen an diesem Modell“ sagt er erfreut.

 

Bei diesem Verbundkonzept der Weiterbildung handelt es sich um eine Win-Win-Situation. Grundsätzlich haben beide Seiten das Anliegen, die medizinische Versorgung in der Region zu stabilisieren. „Wir wollen die jungen Ärzte im klinischen Bereich qualifizieren und später auch auf Hausarztebene mit ihnen vertrauensvoll zusammenarbeiten“, so Prof. Dr. Blöchle. Und es gibt auch einen großen Vorteil für die angehenden Hausärzte. „Sie erhalten die Ausbildung als „Gesamtpaket“ und müssen nicht ihre Weiterbildungsabschnitte selbst organisieren“ erklärt der Stellv. Kfm. Verbunddirektor, Hans-Jürgen Krämer. „Durch den angepassten Rotationsplan wird der Übergang zwischen den stationären und ambulanten Einrichtungen erleichtert.“

 

Der Verbundvertrag zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin ist nun unter Dach und Fach. Er ist ein wichtiger Baustein zur Rekrutierung von jungen Ärzten für die Region, die das Ziel haben, in der Eifel sesshaft zu werden. „Dank guter Zusammenarbeit haben wir diesen Vertrag sehr schnell und effektiv auf den Weg gebracht“, freut sich Dr. Jager.

Marienhaus Klinikum Eifel Bitburg

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