Kleines Gerät mit großer Wirkung

In der Kardiologie in Bitburg wird Patienten mit drohendem Herzversagen die Impella-Herzpumpe implantiert

Das Team des Herzkatheterlabors freut sich, dass in der Kardiologie nun die kleinste Herzpumpe der Welt zum Einsatz kommt.

28.08.2019

Bitburg. Für Patienten in der Region, die unter schweren Herz-Kreislauferkrankungen leiden, gibt es eine gute Nachricht: In der Kardiologie des Bitburger Krankenhauses können bei drohendem Herzversagen neuartige kleine Herzpumpen sogenannte Impella-Herzpumpen eingesetzt werden, die vorübergehend die Pumpleistung des Herzens unterstützen. Es handelt sich hierbei um die nachgewiesen kleinste Herzpumpe der Welt. „Damit können wir die medizinische Versorgung und Sicherheit der Betroffenen verbessern und das Risiko eines Herzversagens deutlich reduzieren“, freut sich Prof. Dr. med. Rainer Zotz, Chefarzt der Inneren Medizin/Kardiologie über das neue Therapieangebot.

 

Ein Herzversagen kann durch eine koronare Herzkrankheit mit Verengung der Herzkranzgefäße, durch eine Herzschwäche oder einen Herzinfarkt ausgelöst werden. Bei einigen dieser Patienten ist das Herz so geschwächt, dass sogar der lebensrettende Eingriff im Herzkatheterlabor bei dem beispielsweise Herzkranzgefäße aufgedehnt und mit Gefäßstützen, den sogenannten Stents stabilisiert werden, zu riskant wäre, obwohl es ein schonendes minimal-invasives Verfahren ist. Bei anderen Patienten geht es darum, die Zeit sicher zu überbrücken, bis sie herzchirurgisch versorgt werden können.  

 

Die Impella-Herzpumpe wird im Herzkatheterlabor eingesetzt. Über eine Arterie in der Leiste wird sie mit dem Katheter bis in die linke Herzkammer geschoben. Hier unterstützt die kleine Pumpe die Herzfunktion, indem sie pro Minute zusätzlich bis zu 4 Liter Blut in den Körper pumpt. So stellt sie die lebenswichtige Versorgung des Köpers mit sauerstoffreichem Blut sicher. Das Herz der Patienten wird entlastet und „die Patienten sind dann stabil genug, dass wir Stents einsetzten können, die dafür sorgen, dass ihr Herz wieder gut durchblutet wird und sich erholen kann“, so Prof. Zotz.  

 

In vielen Universitätskliniken hat sich die Impella-Pumpe schon bewährt. Sie stabilisiert in besonders kritischen Fällen die Herzfunktion und kann so Leben retten.

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