Jeder Diabetes wird erkannt

Die Staatlich anerkannte Diabetesberaterin DDG, Christina Koch, kümmert sich um alle Patienten im Marienhaus Klinikum Eifel Bitburg, die an Diabetes erkrankt sind.

Christina Koch macht zur Erhebung des Fußstatus den Stimmgabeltest.

03.03.2021

Bitburg. Häufig ist es eine Zufallsdiagnose: Ein Patient wird wegen einer Erkrankung in das Krankenhaus eingewiesen und bei der routinemäßigen Blutuntersuchung ist der Blutzuckerwert auffällig. In diesen Fällen wird Christina Koch informiert. „Jeden Morgen, wenn ich ins Haus komme, liegen die Laborbefunde mit den auffälligen Glukosewerten in meinem Fach“, so die Krankenschwester und Diabetesberaterin DDG. „All diese Patientinnen und Patienten besuche ich.“ Zusätzlich erstellen die Pflegekräfte auf den Stationen bei ihnen nach Anordnung des behandelnden Arztes ein Blutzuckertagesprofil. „Sie wissen nämlich, dass ich viele spezifische Werte brauche, die etwas über einen möglichen Diabetes aussagen. Denn nur so kann ich die Patienten gut einstellen“, sagt sie.

 

Der HbA1c-Wert gibt genaue Auskunft über den Langzeitblutzuckerwert. „Damit kann ich bis zu zwölf Wochen in die Vergangenheit schauen und beurteilen, ob der Blutzucker auch da schon zu hoch war“, so Christina Koch. Das ist wichtig für die Diagnostik, denn zum Beispiel eine Lungenentzündung wie auch andere Entzündungen oder bestimmte Medikamente  führen ebenfalls zu einem akut erhöhten Blutzuckerspiegel, ohne dass der Patient an Diabetes Mellitus erkrankt ist. Der Langzeitblutzuckerwert dieser Patienten ist allerdings im Normbereich, wenn sie nicht an Diabetes erkrankt sind.

 

Christina Koch besucht jeden Patienten mit auffälligen Glukosewerten während seines Krankenhausaufenthaltes. Sie spricht mit ihnen, fragt sie, wie sie leben, wie sie sich ernähren und auch wer sich um sie kümmert, denn oftmals sind es ältere Patienten, die von der chronischen Stoffwechselerkrankung betroffen sind. Viele Patienten weinen bei ihr während des Gespräches. „Das geht mir nahe. Ich nehme mir dann Zeit für sie und höre ihnen zu“, sagt sie. Häufig informiert sie in diesen Fällen zusätzlich die Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes. Sie erlebe immer wieder, dass viele Patienten sehr dankbar sind, dass sich jemand um sie kümmert.

 

Darüber hinaus berät sie die Betroffenen und zeigt ihnen, auf was sie bei der Ernährung achten müssen, wie sie ihren Blutzucker bestimmen und Insulin spritzen. „Es ist eine Akutversorgung, die wir in unserem Haus leisten. Wir sorgen so dafür, dass die Werte gut eingestellt werden“, so Christina Koch. Von den behandelnden Ärzten wird sie regelmäßig zu Konsilien angefragt. Ihre Expertise ist gefragt. Denn für eine erfolgreiche Behandlung einer akuten Erkrankung eines Patienten ist ein gut eingestellter Blutzuckerspiegel sehr wichtig, so zum Beispiel bei Narkosen oder für die Heilung von Operationswunden.

 

Für die Zeit nach ihrem Krankenhausaufenthalt rät Christina Koch den Betroffenen dringend, sich bei einem Diabetologen in Behandlung zu begeben. Denn mit den Folgeerkrankungen eines schlecht eingestellten Diabetes sei nicht zu spaßen. Der hohe Blutzucker schade den Gefäßen und damit dem gesamten Herz-Kreislauf-System. „Der ist wie Honig in den Adern und setzt sie zu“, sagt sie. So führt ein langfristig schlecht eingestellter Blutzucker bei zahlreichen Patienten zum Beispiel zu einem diabetischen Fußsyndrom, zu Schäden an den Augen oder auch an den Nieren.

 

Um zu sehen, ob ein Betroffener schon Folgeschäden hat, erhebt Christina Koch bei jedem Patienten, bei dem im Krankenhaus erstmals Diabetes diagnostiziert wird, einen Fußstatus. Auch bei Patienten, bei denen die Stoffwechselerkrankung schon bekannt ist, die aber nicht bei einem Diabetologen in Behandlung sind, nimmt sie diese Untersuchung vor. Dabei macht sie unter anderem den sogenannten Stimmgabeltest. Sie bringt ein Instrument, das einer zu groß geratenen Stimmgabel gleicht, zum Schwingen und hält das untere Ende an die Fußsohle. Je länger der Patient die Vibrationen spürt, umso gesünder sind die Gefäße und damit auch die Nerven in seinen Füßen. Anhand einer Skala kann Christina Koch ablesen, wie weit eine eventuelle Schädigung schon fortgeschritten ist.

 

„Mit meiner Arbeit möchte ich die Patienten aufklären und ihnen helfen, gut mit ihrem Diabetes zurecht zu kommen, damit es erst gar nicht zu diesen Spätfolgen kommt“, sagt sie.

 

Marienhaus Klinikum Eifel Bitburg

Krankenhausstraße 1
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Marienhaus Klinikum Eifel St. Elisabeth Gerolstein

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