Gerolstein. Seit Juli verstärkt Nina-Marie Meisel als Oberärztin das Team der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie der psychiatrischen Tagesklinik des Marienhaus Klinikums Eifel St. Elisabeth Gerolstein. Bereits seit rund 30 Jahren besteht in Gerolstein eine psychiatrische Hauptfachabteilung mit einem Versorgungsauftrag für die Landkreise Vulkaneifel sowie Bitburg-Prüm. 2003 wurde das Angebot um eine psychiatrische Tagesklinik erweitert. „Diese langjährig gewachsene Struktur zur Behandlung psychisch kranker Menschen ist besonders wertvoll – gerade im ländlichen Raum. Eine verlässliche Versorgung in Wohnortnähe ist ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Therapie“, betont Nina-Marie Meisel. Die erfahrene Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie ist aus persönlichen Gründen in die Eifel gezogen und freut sich, nun in der Region für die Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen da zu sein.
Meisel arbeitete zuvor in verschiedenen Kliniken im Ruhrgebiet. Ihre erste Facharztausbildung absolvierte sie in der Neurologie – mit Schwerpunkten in der Neuroonkologie, Epileptologie und der Behandlung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten. Im Jahr 2021 legte sie zusätzlich die Facharztprüfung für Psychiatrie und Psychotherapie ab. Seither war sie unter anderem in der Gerontopsychiatrie, der Neuropsychiatrie sowie auf einer gesondert geschützten Station in einem sozialen Brennpunkt tätig.
„Ich arbeite sehr gerne in der Psychiatrie“, sagt sie. „Hier kann ich mir Zeit für die Patientinnen und Patienten nehmen und einen guten Kontakt zu ihnen aufbauen.“ Es helfe den psychisch Kranken, wenn sie spüren, dass sie gesehen werden, ist ihre Erfahrung. Zudem sei für die Betroffenen eine verlässliche psychiatrische Versorgung in der Nähe ihres Wohnortes wichtig. „Denn sie profitieren davon, wenn die Therapie in ihrem sozialen Umfeld stattfinden kann. Vor Ort gelingt die Wiedereingliederung viel besser und wir können sie dabei begleiten“, ist sie überzeugt.
In Gerolstein ist Nina-Marie Meisel Teil eines multiprofessionellen Teams aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Psychologinnen und Psychologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie Ergo- und Bewegungstherapeutinnen. Gemeinsam behandeln sie das gesamte Spektrum psychiatrischer Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Psychosen, Borderline-Störungen oder Demenz. Auch das gesamte Spektrum psychosomatische Erkrankungen wird therapiert.
Für Suchtkranke führt die Abteilung zudem überregional Entgiftungstherapien durch – falls gewünscht – mit anschließender Rehabilitationsbehandlung. Ergänzt wird das Angebot durch die Möglichkeit der Substitutionsbehandlung.
Die psychiatrische Tagesklinik in Gerolstein ergänzt das vollstationäre Angebot. Sie richtet sich an psychisch stabilisierte Patientinnen und Patienten, die in der Lage sind, täglich zur Behandlung ins Krankenhaus zu kommen. Für viele ist dies der erste begleitete Schritt zurück in den Alltag. Sie finden hier Schutz, Unterstützung und ein individuell abgestimmtes Therapieprogramm. Ergänzend steht Patientinnen und Patienten auch die psychiatrische Institutsambulanz am Marienhaus Klinikum Eifel in Gerolstein offen – für eine wohnortnahe, ambulante Versorgung.
