Bitburg. Von einem Bruch des Oberschenkelknochens in der Nähe des Hüftgelenks (hüftgelenksnahe Femurfraktur) zum Beispiel einem Oberschenkelhalsbruch sind häufig ältere Menschen betroffen. Diese Verletzungen entstehen in der Regel bei einem Unfall zum Beispiel bei einem Sturz. Stürze sind im Alter keine Seltenheit und wenn dann die Knochen nicht mehr stabil sind oder die Person an einer Osteoporose (Knochenschwund) erkrankt ist, kann es zu einer hüftgelenksnahen Femurfraktur kommen, wenn sie auf die Hüfte fallen. Wichtig ist für die betroffenen Patientinnen und Patienten, dass sie schnell operiert und bestmöglich behandelt werden, damit sie wieder mobil werden und so ihre Selbstständigkeit behalten. Im Marienhaus Klinikum Eifel werden diese Operationen in der Fachabteilung Orthopädie und Unfallchirurgie durchgeführt, die unter der Leitung von Chefarzt Varto Seeid steht.
Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) hat dem Marienhaus Klinikum Eifel in Bitburg jetzt bestätigt, dass das Haus alle Voraussetzungen für Operationen nach hüftgelenksnahen Oberschenkelbrüchen erfüllt. Es verfügt über eine entsprechende Infrastruktur, zudem werden sämtliche Prozesse eingehalten, die notwendig sind, um Betroffene qualifiziert zu behandeln. Diese beginnen schon unmittelbar bei der Aufnahme der betroffenen Patienten in der interdisziplinären zentralen Notaufnahme. Die Behandlungsprozesse werden zusätzlich kontinuierlich von den Mitarbeitenden des Qualitätsmanagements begleitet. „Unser Haus erfüllt sämtliche Qualitätsvoraussetzungen“, freut sich Prof. Dr. Christian Blöchle, Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat festgelegt, dass seit Anfang 2024 Krankenhäuser, die hüftgelenksnahe Femurfrakturen versorgen, qualitätssichernde Mindestanforderungen erfüllen müssen, die vom MDK regelmäßig alle zwei Jahre überprüft werden.
Wenn ein älterer Mensch mit einer solchen akuten Verletzung ins Krankenhaus eingeliefert wird, reicht es nicht aus, dass allein der Knochenbruch versorgt wird. „Diese betagten Patientinnen und Patienten müssen wir umfassend behandeln, denn sie leiden häufig unter zahlreichen weiteren altersbedingten Erkrankungen“, so Prof. Blöchle, der zusätzlich über die Fachkunde Geriatrie verfügt. Deshalb sorgt im Marienhaus Klinikum Eifel in Bitburg ein multiprofessionelles Team von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten für eine umfassende Behandlung der betroffenen Patientinnen und Patienten. „Sie werden zum Beispiel frühzeitig nach der OP mobilisiert, erhalten Physiotherapie und spezielle Atemgymnastik zur Verhinderung von Lungenentzündungen“, erläutert er. Begleiterkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden mitbehandelt. „Wir sind auch darauf eingestellt, dass diese Patienten eventuell an einer Demenz erkrankt sind und eine besondere Betreuung benötigen“, sagt er. Zusätzlich werden sie von den Mitarbeitenden des Sozialdienstes begleitet. Diese kümmern sich beispielsweise darum, dass die Patienten nach der Akutbehandlung in einer geriatrischen Reha ihre Mobilität und Selbständigkeit wiedererlangen und in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können. Daneben arbeitet das Haus eng mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region zusammen. Alle arbeiten Hand in Hand, damit die Mobilität und die körperliche Belastbarkeit der betroffenen Patientinnen und Patienten möglichst schnell und ohne Komplikationen wieder hergestellt wird. Gerade für ältere Menschen ist die schnelle Genesung sehr wichtig, um ihre Selbstständigkeit zu erhalten.
